Serie über die Vorsorge XCIII: Die heiss umstrittene Pensionskassenreform betrifft die Jahreslöhne bis 88'200 Franken
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Das Parlament hat am 17. März 2023 die Reform der beruflichen Vorsorge BVG 21 verabschiedet. Die Reform zielt darauf ab, den obligatorischen Teil der beruflichen Vorsorge bis zum Jahreseinkommen von 88'200 Franken zu stärken. Dabei soll das Leistungsniveau insgesamt erhalten und die Absicherung von Teilzeitbeschäftigten, und damit insbesondere von Frauen, verbessert werden. Hier die vier wichtigsten Punkte der Pensionskassenreform, die wahrscheinlich im Frühjahr 2024 vors Volk kommt.
Schweizer Ärzteschaft: Steigender Frauenanteil, geringe Hausarztdichte, sinkende Arbeitspensen, grosse Auslandabhängigkeit
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In der Schweiz haben letztes Jahr 40’002 Ärztinnen und Ärzte gearbeitet. Das sind 780 oder 2 Prozent mehr als im Vorjahr, wie die FMH-Ärztestatistik 2022 zeigt. Wegen der verbreiteten teilzeitigen Arbeitspensen füllen die 40'002 Ärztinnen und Ärzte aber nur 34'688 Vollzeitstellen aus. Bemerkenswert ist auch die stetige Zunahme des Frauenanteils. Daneben gibt es Gründe zur Besorgnis: Der Anteil der über 60-Jährigen ist hoch, die Hausarztdichte verharrt auf tiefem Niveau und die Auslandabhängigkeit ist und bleibt gross.
Nun ist es definitiv: Der Fax soll aus der Bundesverwaltung verbannt werden
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Die Coronaepidemie hat es brutal aufgedeckt: Zwecks Erstellung der heiss begehrten Statistiken kommunizierte die Gesundheitsbranche mit den zuständigen Stellen über Fax, samt teurem doppelten Abtippen der Daten. In absehbarer Zukunft soll das nicht mehr möglich sein: Am 17. März 2023 hat das Parlament das «Bundesgesetz über den Einsatz elektronischer Mittel zur Erfüllung von Behördenaufgaben EMBAG» verabschiedet. Mit diesem Gesetz wollen der Bundesrat und die Eidgenössische Räte für eine wirkungsvolle digitale Transformation in der Bundesverwaltung sorgen.
Wachsende Wohnbevölkerung, mehr Tote, sinkende Lebenserwartung der Frauen, mehr Eheschliessungen, weniger Geburten, weniger Scheidungen, mehr Einwanderer
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2022 ist die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz auf 8,8 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner gewachsen. Auch die Todesfälle und Eheschliessungen nahmen zu, während die Geburten und Scheidungen zurückgingen. Die Lebenserwartung der Männer blieb unverändert, jene der Frauen verringerte sich leicht. Die Ein- und Auswanderungen sowie der Wanderungssaldo verzeichneten ein Plus. Das sind einige noch provisorische Ergebnisse der Bevölkerungsstatistik 2022.
Mal eine Auszeit vom Berufsalltag nehmen: Fünf Tipps für die Planung eines «Sabbaticals»
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Immer mehr Menschen liebäugeln mit einer Auszeit vom Berufsalltag für einige Wochen, für mehrere Monate oder sogar für ein ganzes Jahr. Im Hinblick auf die Versicherungen und die Vorsorge ist es dann entscheidend, ob man Ferien einzieht, unbezahlten Urlaub ohne Kündigung nimmt oder beim Arbeitgeber kündigt, um nach der Rückkehr eine neue Stelle anzutreten. Auf jeden Fall muss jedes «Sabbatical» sorgfältig geplant werden. Lesen Sie fünf nützliche Tipps dafür.
Serie über die Vorsorge XCII: Sechs Tipps für den erfolgreichen Pensionskasseneinkauf
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Pensionskasseneinkäufe erhöhen das angesparte Vorsorgekapital in seiner Pensionskasse und damit die potenziellen Altersleistungen: die Pensionskassenrente oder den Kapitalbezug. Der freiwillig in die Pensionskasse einbezahlte Betrag kann im Jahr der Einzahlung vollständig vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden. Die dadurch gesparten Steuern machen die Pensionskasseneinkäufe anlagetechnisch attraktiv. Aber: Für den erfolgreichen Pensionskasseneinkauf ist einiges zu beachten. Im Artikel «Einkauf in die Pensionskasse: Wann sich dies lohnt und welche sechs Punkte dabei zu beachten sind» gibt die «Neue Zürcher Zeitung» die folgenden sechs Tipps dazu.
Steuerausschöpfungsindex 2023: Wo man in der Schweiz am meisten und wo man am wenigsten Steuern zahlt
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Aus den verschiedensten Gründen kann man meist nicht von einem Tag auf den andern den Kanton wechseln, um weniger Steuern zu bezahlen. Gleichwohl ist es interessant zu wissen, in welchen Kantonen man als Gutverdienerin oder als Gutverdiener vom Staat weniger geschröpft wird und wo der Fiskus besonders stark zugreift. Das zeigt der unlängst veröffentlichte Steuerindex 2023.
Erwachsenenschutzrecht: Bundesrat nimmt Kritik an der KESB ernst und will die Familiensolidarität und die Selbstbestimmung der Betroffenen stärken
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Der Bundesrat will das seit 2013 geltende Erwachsenenschutzrecht verbessern. Insbesondere sollen nahestehende Personen besser in die Verfahren und Entscheide der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden KESB einbezogen werden. Zudem soll das Selbstbestimmungsrecht betroffener Personen weiter gestärkt werden. Damit trägt der Bundesrat der verbreiteten Kritik an den Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden KESB Rechnung. Er hat deshalb am 22. Februar 2023 die Vernehmlassung zu einer entsprechenden Änderung des Zivilgesetzbuches ZGB eröffnet. Diese dauert bis zum 31. Mai 2023.
Gleich wie für Ärztinnen und Ärzte soll der elektronische Datenverkehr auch für Anwältinnen und Anwälte obligatorisch werden
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Der Bundesrat will bei der Digitalisierung vorwärtsmachen. So sollen im Gesundheitswesen in absehbare Zeit nebst den Spital- und Pflegeinfrastrukturen auch ambulante Leistungserbringer wie Ärztinnen und Ärzte verpflichtet werden, das Elektronische Patentendossier einzusetzen. Im Rechtsverkehr ist der Bundesrat schon einen Schritt weiter: Künftig soll der Rechtsverkehr über eine digitale Kommunikationsplattform erfolgen. Dazu ist die «Botschaft zum Bundesgesetz über die Plattformen für die elektronische Kommunikation in der Justiz» und der entsprechende Gesetzesentwurf an das Parlament weitergeleitet worden. Ein Kernpunkt: Für Anwältinnen und Anwälte soll der elektronische Rechtsverkehr obligatorisch werden.
Erbitterter Kampf der Internetgiganten um die Vorherrschaft in der Massenanwendung der Künstlichen Intelligenz
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Der Welterfolg der Künstliche Intelligenz-Anwendung ChatGPT und die damit verbundene Aufrüstung der Microsoftsuchmaschine Bing machen Google nervös. In einem Blogbeitrag vom 6. Februar 2023 kündigt Sundar Pichai (Bild), Konzernchef von Google und der Muttergesellschaft Alphabet, eine Künstliche Intelligenz-Offensive an. Diese umfasst drei Teile: Einen Chatbot mit dem Namen «Bard», neue Künstliche Intelligenz-Funktionen in der Googlesuche sowie die Bereitstellung von Programmierschnittstellen (APIs), mit denen man Künstliche Intelligenz-Anwendungen entwickeln kann. Neben Google hat ChatGPT auch den Facebook-Konzern Meta aufgeweckt: Dieser will für die Künstliche Intelligenz-Forschung ein Sprachmodell für Chatbots entwickeln.
Erdbebenrisikomodell zeigt auf: Gesamtschweizerische Erdbebenversicherung ist ein Muss
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Bisher war wenig darüber bekannt, welche Auswirkungen Erdbeben in der Schweiz auf Personen und Gebäude haben können. Im Auftrag des Bundesrates hat der Schweizerische Erdbebendienst (SED) an der ETH Zürich zusammen mit dem Bundesamt für Umwelt BAFU, dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS, der EPFL Lausanne und weiteren Partnern aus der Industrie das erste öffentlich zugängliche und bisher fundierteste Erdbebenrisikomodell für die Schweiz entwickelt. Das Modell schafft eine neue Grundlage für Bevölkerung, Behörden und Wirtschaft, um sich auf Erdbeben vorzubereiten und das nächste Schadensbeben besser zu bewältigen.
Serie über die Vorsorge XCI: Immer mehr Gutverdienende setzen auf einen 1e-Vorsorgeplan für die Lohnanteile über 132'300 Franken
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Selbständigerwerbende und im Angestelltenverhältnis Tätige dürfen laut Gesetz im Hinblick auf ihre optimale Altersvorsorge bei mehreren Pensionskassen versichert sein. Das gilt vor allem auch für gutverdienende Ärztinnen und Ärzte sowie andere Medizinalpersonen, die neben ihrem Basisvorsorgeplan für die Lohnanteile über 132'300 Franken von den Vorteilen eines 1e-Vorsorgeplans profitieren wollen. Eine Studie des Prüfungs- und Beratungsunternehmen PwC zeigt auf: 1e-Vorsorgepläne werden immer beliebter. Fragt sich, was diese Vorsorgepläne bieten.
Bundesgericht stellt klar: Bei volljährigen Kindern bestimmt das Gericht, welcher Anteil des Erwerbseinkommens des Kindes in die Unterhaltsberechnung einbezogen wird
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Das Kantonsgericht Freiburg verpflichtet einen Vater zu einer monatlichen Unterhaltszahlung für seinen volljährigen Sohn, der eine Lehre macht. Bei der Unterhaltsberechnung hat das Kantonsgericht den Lehrlingslohn des Sohnes nur zu 30 Prozent berücksichtigt. Der Vater akzeptiert diese für ihn zu hohe Unterhaltszahlungsverpflichtung nicht und verlangt in seiner Beschwerde vom Bundesgericht, den Lehrlingslohn seines volljährigen Sohnes gemäss einer verbreiteten Praxis in der Unterhaltsberechnung voll zu berücksichtigen und seine Zahlungsverpflichtung entsprechend zu senken.
Bundesrat will 30 Millionen Franken in die Weiterentwicklung des Elektronischen Patientendossiers investieren
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Ziel des Bundesrats ist es, mit einer umfassenden Revision des Bundesgesetzes über das Elektronische Patientendossier alle ambulant tätigen Gesundheitsfachpersonen wie Ärztinnen und Ärzte zur Führung von Elektronischen Patientendossiers zu verpflichten. Das Elektronische Patientendossier wird dann zum gesetzlich verankerten Instrument der obligatorischen Krankenversicherung. Da diese Revision noch einige Zeit dauert, hat der Bundesrat in einem ersten Schritt die Verordnung über die Finanzhilfen für das Elektronische Patientendossier EPDFV und die dafür notwendige Änderung des Bundesgesetzes über das Elektronische Patientendossier bis am 2. Mai 2023 in die Vernehmlassung geschickt. Damit soll die Finanzierung des Elektronischen Patientendossiers bis zum Inkrafttreten der umfassenden Revision sichergestellt werden.
Dramatische Engpässe bei der Arzneimittelversorgung: Die neue «Taskforce Engpass Medikamente» soll es richten
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In den letzten Wochen hat sich die angespannte Arzneimittelversorgungslage weiter verschärft und den ambulanten Bereich erreicht. Die wirtschaftliche Landesversorgung stuft die Lage im «Fachbereich Heilmittel» als «problematisch» ein. Die neue «Taskforce Engpass Medikamente» prüft gemeinsam mit anderen Bundesstellen die möglichen Massnahmen. Lesen Sie, welche Wirkstoffe besonders betroffen sind.
Auch wegen der hervorragenden Arbeit der Ärztinnen und Ärzte: Schweizer Männer sind Weltmeister im Altern
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Die Schweizer Männer sind Weltmeister im Altern. Und bei den Frauen wird die Schweiz nur von Japan, Südkorea und Spanien geschlagen Das zeigen die neusten, auf den Daten von 2021 beruhenden Erhebungen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD zur Lebenserwartung bei der Geburt. Lesen Sie Einzelheiten dazu.
Schweiz hat die Drohnenregelung der Europäischen Union EU übernommen: Damit wurde eine obligatorische Haftpflichtversicherung eingeführt
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Die Schweiz hat mit Wirkung ab dem 1. Januar 2023 die Drohnenregelung der Europäischen Union EU übernommen. Deshalb gelten für Drohnenpilotinnen und Drohnenpiloten jetzt neue Bestimmungen. Dazu zählen namentlich ein Ausbildungszertifikat sowie eine obligatorische Haftpflichtversicherung.
Serie über die Vorsorge XC: Die wirksamsten Massnahmen zur Förderung der Erwerbstätigkeit im Rentenalter sind umgesetzt
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Der Bundesrat hat den Bericht des Bundesrats «Förderung der Erwerbstätigkeit nach Erreichen des Regelrentenalters» verabschiedet. Darin kommt er zum Schluss: Mit der vom Volk gutgeheissenen und am 1. Januar 1924 in Kraft tretenden AHV Reform 21 sowie bereits vorhandenen oder geplanten Massnahmen bei den Pensionskassen sind die wirksamsten Massnahmen zur Förderung der Erwerbstätigkeit im Rentenalter umgesetzt. Das wird erlauben, künftig den Anteil von rund einem Drittel der Versicherten, die im Rentenalter wie gewünscht weiterarbeiten, zu fördern. Hier ein kurzer Überblick über die Anreize zur Weiterarbeit im Pensionsalter.
Revidiertes Erbrecht: Man muss ein Testament machen
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Frage von Frau Dr. med. K. A. in B.: «Derzeit liest man viel über das am 1. Januar 2023 in Kraft getretene revidierte Erbrecht. Wenn ich alles richtig verstanden habe, ändern mit den neuen Bestimmungen nur die Pflichtteile, die ein Erblasser im Testament berücksichtigen muss. Doch bei der gesetzlichen Erbfolge ohne Testament bleibt offenbar alles beim Alten. Das heisst: Wer, wie die Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer, kein Testament macht, profitiert gar nicht von den vielbeschriebenen tieferen Pflichtteilen und den höheren freien und damit testamentarisch nutzbaren Quoten. Sehe ich das richtig?»
Gute Nachricht für scheidungswillige selbständige Ärztinnen und Ärzte: Der personenbezogene Praxiswert ist viel tiefer als der klassische Unternehmenswert der Praxis
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Frau Dr. med. dent. A.A betreibt als alleinige Gesellschafterin eine erfolgreiche Praxis für Kieferorthopädie in der Form eines Einzelunternehmens. Mit Ihrem Mann reicht sie ein gemeinsames Scheidungsbegehren ein. Im Scheidungsurteil wird sie aufgrund einer güterrechtlichen Bewertung ihrer Kieferorthopädiepraxis zu einer Ausgleichszahlung von 216'563.30 Franken an ihren Ex-Mann verdonnert. Das Obergericht senkt dieses Zahlung nur leicht auf 210'963.75 Franken. Mit einer Beschwerde ans Bundesgericht verlangt sie, die Ausgleichszahlung auf 6'791.55 herabzusetzen. Begründung: Die Vorinstanzen haben für die güterrechtliche Bewertung ihres Unternehmens eine falsche Bewertungsmethode angewandt. Lesen Sie, weshalb das Bundesgericht diese Beschwerde gutheisst.